Akademie der Wissenschaften

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An der linken Seite des heutigen Dr.-Ignaz-Seipel-Platzes (früher Universitätsplatz) wurde 1753/55  im Zuge der Universitätsreformen ein Aulagebäude zur Unterbringung der medizinischen und juridischen Fakultät von Kaiserin Maria Theresia errichtet. Die heutige Akademie der Wissenschaften wurde unter der Leitung von Erzbischof Fürst Trautson nach Plänen von Jean Nicolas Jadot (unter Mitwirkung von Johann Enzenhofer, Daniel Christoph Dietrich und Johann Adam Münzer) erbaut und zählt mit ihren barockklassizistischen, imperialen Elementen zu den bedeutendsten Monumentalbauten Österreichs aus der Regierungszeit von Kaiserin Maria Therasia.
1857 wurde der schöne Bau der Akademie der Wissenschaften übergeben.

Das Gebäude ist ein freistehender Block mit trapezförmigem Grundriss, welcher von der Bäckerstraße und der Sonnenfelsgasse begrenzt wird. Die Hauptfassade wird von 5 Achsen und 3 Geschossen gegliedert und ist mit reicher bauplastischer Dekoration ausgestattet. Die zurückversetzte loggiaartige Mittelachse wurde aus dem barocken Schlossbau übernommen; an den Seiten bilden sich pavillonartige Eckrisalite, die mit Giebeln bekrönt sind. Im Mittelfeld wird der Architrav von sechs zum Teil gekuppelten Säulen getragen.

Im Zuge vorangegangener Restaurierungen wurden die Steinoberflächen von Skulpturen und Ornamenten gereinigt und mit einer dicken Kalkschlämme überzogen, wodurch es zu Formverlusten detailreicher Ausführungen kam. Viele Bereiche wiesen großflächige Schmutz- und Sinterschichten auf. Weiters zeigten sich Ausbrüche und Risse an den Stein- und Kunststeinplastiken. Durch Bindemittelverlust kam es bei zahlreichen Fassadenplastiken zu sandenden Oberflächen.
In einem weitaus gefährdeteren Zustand befanden sich die Attikavasen, da die Eisenkorrosion der Zapfen statisch bedenkliche Risse hervorrief.
Die Arbeiten umfassten die Restaurierung und Konservierung der dekorativen Stein- sowie Kunststeinteile an der Hauptfassade. Im Zentrum der Arbeiten stand die Reinigung und Freilegung dieser Dekorelemente, die Entfernung unpassender Ergänzungen früherer Restaurierungen, sowie die Festigung der morbiden Stein- und Kunststeinpartien. Weiters wurde v.a. an den Putti eine Entsalzungsbehandlung vorgenommen. Die Ergänzungsarbeiten wurden mit einem adäquaten Steinergänzungsmörtel durchgeführt. Die Attikavasen wurden mittels Diamanthohlbohrung von den Eisenverzapfungen befreit und abgehoben. Auf Grund ihres schlechten Zustandes mussten Vasenelemente zum Teil neu gegossen werden. Nach Abschluss der Restaurierung wurden die Oberflächen mit einer Kalkschlämme versehen.


Projektdaten:

Adresse: Dr. Ignaz Seipel-Platz 2, 1010 Wien
Leistung: Restaurierung Stein- sowie Kunststeindekor an Fassade
Durchführungszeitraum: Mai – Oktober 2012


Fotodokumentation:

Zustand vor der Restaurierung
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Restaurierung
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Zustand nach der Restaurierung
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Letzte Aktualisierung: 13.02.2017   Impressum  ©2017 Denkmalpflege GmbH & Mag. Klaus Wedenig Restaurierung Konservierung