Martinkaserne, 7000 Eisenstadt

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Die 1853–58 als „k.k. Kadetteninstitut“ errichtete Kaserne ist eine der wenigen Bauten des Historismus in der sonst barock geprägten Umgebung um Eisenstadt. Die breite durch drei Giebelrisalite gegliederte Fassade des auf Materialsichtigkeit konzipierten Ziegel- und Quadersteinbaus wurde, in Anlehnung an das Wiener Arsenal, in mittelalterlich-maurischen Formen des „Romantischen Historismus“ gestaltet. Die feierliche Eröffnung fand am 1. Mai 1858 statt; seit 1938 wird die Anlage ausschließlich als Kaserne genutzt. Seit vielen Jahren werden in Etappen Restaurierungen am und im Gebäude durchgeführt; im Herbst 2012 erfolgte die Restaurierung einer Musterachse am rechten Giebel der N-Seite des Hauptgebäudes: Die Steinteile aus Kroisbacher (heute: Fertörakos) und St. Margarethener Kalksandstein sowie die Ziegeloberflächen wiesen vorwiegend Schäden durch Bewitterung, Schmutz und Sinter auf. Einzelne Ziegel und/oder Teile davon fehlten. Ebenso war es bereits zum Verlust einiger der glasierten Terrakotta-Zierelemente gekommen, da diese ohne zusätzliche Armierungen lediglich eingemauert waren. Die Oberflächen wurden mechanisch mittels Niederdrucktrockenstrahlverfahren gereinigt, in mehreren Durchgängen gefestigt und biozidbehandelt. Kleinere Ausbrüche und Risse wurden mit an den Bestand angepassten Mörtelmassen, tiefgreifende Fehlstellen mit Natursteinvierungen ergänzt. Abschließend wurden die Steinflächen geschlämmt und hydrophobiert. Fehlstellen im Bereich der Ziegelflächen wurden mit eingefärbten Ergänzungsmassen geschlossen, fehlende Ziegel wurden ergänzt. Die von Keramikhersteller Keramo-Graf reproduzierten Terrakotteelemente wurden mit Natursteinkleber (Fa. Botament) in die vorgesehenen Bereiche versetzt.


Projektdaten:

Adresse: 7000 Eisenstadt, Ing.-Hans-Sylvester-Straße 6
Leistung: Fassadenrestaurierung (Probefläche)
Leistungszeitraum: September - November 2012


Fotodokumentation:

Zustand vor der Restaurierung
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Zustand nach der Restaurierung
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Letzte Aktualisierung: 13.02.2017   Impressum  ©2017 Denkmalpflege GmbH & Mag. Klaus Wedenig Restaurierung Konservierung