Pestsäule, 1010 Wien

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Die barocke Votivsäule geht auf ein Gelöbnis Kaiser Leopolds I. anlässlich der Pest von 1679 zurück und entstand in den Jahren 1687 bis 1694. Beteiligt waren zahlreiche namhafte Künstler, wie Matthias Rauchmiller, Paul Strudel, Johann Bernhard Fischer von Erlach und Ludovico Burnacini. Rund 9.300 Arbeitsstunden waren notwendig, um das Denkmal instand zusetzen; im Vordergrund der Restaurierung 2005 durch die Fa. Mag. Klaus Wedenig stand die Konsolidierung des Bestandes: Schädigende Schmutz- und Sinterkrusten, sowie mikrobiologischer Bewuchs wurden entfernt und geschädigte Steinbereiche gefestigt. In weiterer Folge wurden Kittungen und Plomben aus früheren Restaurierungen, die nicht mehr dem Stand der Technik entsprachen, durch mineralisch gebundene, mit verschieden bunten Kalksteingranulaten gefärbten Kunststeinergänzungen ersetzt. In Form und Material unpassende Baluster aus der Zeit nach dem 2. Weltkrieg wurden entfernt und wieder in Untersberger Forellenmarmor ausgeführt. Als letzter wichtiger Schritt wurden vorbeugende Maßnahmen zum Schutz gegen Umwelteinflüsse gesetzt (Imprägnierung auf Acrylharzbasis, Anbringung eines Taubenschutznetzes).


Projektdaten:

Adresse: 1010 Wien, Graben
Leistung: Generalinstandsetzung (Stein-, Metallrestaurierung)
Leistungszeitraum: März 2005 bis November 2005


Fotodokumentation:


Letzte Aktualisierung: 13.02.2017   Impressum  ©2017 Denkmalpflege GmbH & Mag. Klaus Wedenig Restaurierung Konservierung