Schloss Neugebäude, Otmar-Brix-Gasse 1, 1110 Wien

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Das Schloss Neugebäude wurde 1568-87 in mehreren Bauphasen unter Kaiser Maximilian II. als Lustschloss mit Gartenanlage im Renaissancestil konzipiert und nach den Entwürfen von Jacopo Strada unter Einwirkung mehrerer Künstler errichtet. Eine Fertigstellung erfolgte nicht, da sich nach dem Tod des Kaisers 1576 die politischen Prioritäten seines Sohnes Rudolf II. nach Prag verlagerten.
Neben Veränderungen und Substanzabtragungen nach Schloss Schönbrunn ab 1770 durch Maria Theresia diente das Schloss unterschiedlichen Nutzungen, wie etwa auch als Munitionslager.
Das Schloss gilt als manieristisches Gesamtkunstwerk und zählt zu den bedeutendsten Residenzen nördlich der Alpen, was seinen kulturellen und kunsthistorischen Rang, nicht nur aufgrund der ältesten erhaltenen Grottenanlage im deutschsprachigen Raum evident macht.
Indes schritt der Verfall weiter fort und erforderte daher umgehende Erhaltungsmaßnahmen. So erteilte der „Verein zur Erhaltung und Revitalisierung des Schlosses Neugebäude“ den Auftrag zur Restaurierung und Konservierung der Außenfassade an die ARGE der Firmen Denkmalpflege GmbH und Pittel & Brausewetter GmbH.
Sämtliche Tor- und Fenstergewände sowie Gesimsbänder, ursprünglich hergestellt aus Kaiserstein und Zogelsdorfer Kalksandstein, waren stark verwittert und mussten gereinigt, ergänzt und sofern notwendig, vernadelt werden.
Einzelne auskragende Massivteile waren derart stark beschädigt, dass sie gänzlich ersetzt und von den RestauratorInnen neu hergestellt werden mussten. Dafür konnte südseitig z. T. Kaiserstein aus vorhandenen Altbeständen herangezogen werden, an der Nordseite wurden für Kordon- und Traufgesims Kunststeingüsse hergestellt und der genuinen Patinierung farblich angepasst.
An den aus unterschiedlichen Bauphasen stammenden Putzbeständen sollten lediglich am Originalputzbestand aus dem 16. Jh., welcher erwartungsgemäß die massivsten Verwitterungserscheinungen zeigte, Konservierungsmaßnahmen erfolgen. Die konservatorischen Arbeiten umfassten Hohlstellenhinterfüllungen mit Sumpfkalk, die Schließung von Fehlstellen mittels mineralischer Ersatzmasse, an vergipsten Stellen Kompressen auf Ammoniumbicarbonat-Basis und eine abschließende Festigung mit Sinterwasser und Kalklasur.


Projektdaten:

Adresse: Otmar-Brix-Gasse 1, 1110 Wien
Leistung: Fassadenrestaurierung. Reinigung, Ergänzung der Steinoberflächen von Fenster- Torgewände und Gesimsbänder. Hinterfüllung, Ergänzung und Festigung der Putzoberflächen.
Leistungszeitraum:   November 2009 – November 2011




Fotodokumentation 2010:

Zustand vor der Restaurierung
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Restaurierung
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Zustand nach der Restaurierung
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Fotodokumentation 2011:

Zustand vor der Restaurierung
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Restaurierung
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Zustand nach der Restaurierung
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Letzte Aktualisierung: 13.02.2017   Impressum  ©2017 Denkmalpflege GmbH & Mag. Klaus Wedenig Restaurierung Konservierung