Attikafiguren, ehem. Pathologisches Institut, 1090 Wien

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Das ehem. Institutsgebäude wurde 1859 erbaut und bereits 1882 aus Platzmangel um ein Geschoß erhöht. Die von Paul Franz Kugler (1836–1875) geschaffenen Attikafiguren aus St. Margarethener Kalksandstein samt Inschriftsockel wurden wiederverwendet. Die Figurengruppe ist von hinten mit an den Figuren befestigten Vierkanteisen in der Dachhaut verhängt. Die Zugkraft der Rückhängung sowie die Rostsprengung der in der Figur befestigten stark korrodierten Öse hatten bei der Figur der „Medicina“ zu massiven Rissen und Ausbrüchen geführt: Die stark rostenden Eisenteile wurden ausgebaut, gereinigt, rostschutzbehandelt und gestrichen. Die gesicherten Steinteile wurden von alten Zementergänzungen freigelegt, gereinigt, gefestigt und wieder zusammengesetzt: Oberkörper und Beinpartie wurden mit 8 mm starken Karbonstäben gesichert und verklebt. Fehlstellenergänzungen erfolgten mit an den Bestand angepassten Weißzementmörtelmassen. Eine bildhauerische Herausforderung stellte die Rekonstruktion des Unterarms der „Vindobona“ dar, als Vorlage diente hier eine historische Fotografie aus dem Bildarchiv des Josephinum: Die grob in Form gebrachte Vierung aus St. Margarethener Kalksandstein wurde mit einem 10 mm starken Karbonstab armiert und am Bestand verklebt. Anschließend erfolgte die Feinausarbeitung der Form. Der verloren gegangene Lorbeerkranz wurde aus Kupferrohr und -blech rekonstruiert und vergoldet. Mit Gewindestäben wurde er in den dafür vorgesehenen Bohrungen der Hand verklebt. Nach Abschluss der Ergänzungsarbeiten wurde die gesamte Skulpturengruppe zweimal mit einer dem Steinton farblich angepassten Kalkschlämme gestrichen.


Projektdaten:

Adresse: 1090 Wien, Spitalgasse 4
Leistung: Steinrestaurierung
Leistungszeitraum: Mai – Juni 2013


Fotodokumentation:

Zustand vor der Restaurierung
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Zustand nach der Restaurierung
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Letzte Aktualisierung: 13.02.2017   Impressum  ©2017 Denkmalpflege GmbH & Mag. Klaus Wedenig Restaurierung Konservierung