WIFI-St. Pölten, 3100 St. Pölten

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Das WIFI St. Pölten wurde 1967-72 nach Plänen des österreichischen Architekten Karl Schwanzer (1918–1975) errichtet. Schwanzer entwarf den Komplex aus Verwaltungs-, Lehr- und Werkstättengebäuden als horizontale Skulptur aus schalreinem Sichtbeton. Im Norden liegen die Werkstätten, die im OG durch freitragende Gänge verbunden sind. Gegenstand der 2013 durchgeführten Probearbeit war die östliche Fassadenseite eines Innenhofs im Bereich der Werkstätten: Obwohl erst 40 Jahre alt, zeigten sich bereits gravierende Schäden. Zahlreiche Eisen der Torstahlarmierung lagen frei und waren stark rostend. In den Sturzbereichen der Fenster war es durch Rostsprengung bereits zum Totalverlust der Tropfnasen gekommen. Die Betonoberfläche war an exponierten Bereichen stark aufgewittert, an regenabgewandten Stellen stark verschmutzt, was zu einer optisch störenden Dunkelfärbung der Fassade geführt hatte. Nach einer sorgfältigen Reinigung (Wasserdampf, Mikrosandstrahl) und Biozidbehandlung der gesamten Betonfläche wurden freiliegende korrodierte Armierungseisen sandgestrahlt und mittels Bleiminiumanstrich und synthetischem Ölfirnis („Owatrol“) rostschutzbehandelt. Die Fehlstellen im Beton wurden mit an den Gussbeton angepassten Ergänzungsmassen geschlossen, wobei besonders Augenmerk auf die Nachbearbeitung der Ergänzungen gelegt wurde: Aufgewitterte Bereiche wurden „grob“ abgezogen, glatte Bereiche mit Modelliereisen geglättet. Die Holzmaserung der Schaltafeln wurden mithilfe von Silikonnegativen nachgestellt. Abschließend wurde die gesamte Betonoberfläche imprägniert.


Projektdaten:

Adresse: 3100 St. Pölten, Mariazeller Straße 97
Leistung: Sichtbetonsanierung (Probearbeit)
Leistungszeitraum: September 2013


Fotodokumentation:

Zustand vor der Restaurierung
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Restaurierung
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Zustand nach der Restaurierung
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Letzte Aktualisierung: 13.02.2017   Impressum  ©2017 Denkmalpflege GmbH & Mag. Klaus Wedenig Restaurierung Konservierung